Alt, fit, selbstbestimmt. Warum wir Alter ganz neu denken müssen.
Lutz Karnauchow und Petra Thees
Auf der Rückseite des Buches steht: „Alter könnte so schön sein. Doch ältere Menschen werden in unserer Gesellschaft diskriminiert. Schlimmer noch, sie denken sich alt und grenzen sich selbst aus...“
Karnauchow und Thees wenden sich gegen das Bild von Altenpflege als bloße Versorgung und eine passive Pflege ‚ins Bett‘! Eine Pflege mit ressourcenorientierten Ansätzen versteht sich als die positive Gestaltung einer Lebensphase mit Selbstbestimmung. Es wird die pflegerische Betreuung durch den Begriff Coaching ersetzt, die die Fähigkeiten und die Förderung von Ressourcen als Basis nutzt.
Überzeugend ist die Grundeinstellung gegen Altersdiskriminierung. Die Gewichtung hin zu Teilhabe und Mobilisierung anstatt Tatenlosigkeit im Bett, führt zum Erfolg. Für Anwendende der rehabilitativen Altenhilfe ist besonders zu beachten, dass das Buch Selbstständigkeit, psychisches Wohlbefinden und gesellschaftliche Teilhabe zusammen denkt.
Insgesamt ist Alt, fit, selbstbestimmt ein interessantes Buch, das alte bisherige Pflegemuster infrage stellt und zu mehr Reha- und Entwicklungsorientierung im Alter anregt. Es beschreibt, wie Alter neu zu denken ist. Es legt den Fokus auf Therapie, Rehabilitation, Motivation und Bewegung und bietet somit viele Denkanstöße, gerade wenn es um Selbstbestimmung, Motivation und Teilhabe geht.




Hörschädigung im Pflegealltag
Pflegepraxis bei Schwerhörigkeit, Ertaubung und Co
Mechthild Decker-Maruska
Immer mehr Menschen mit Hörproblemen werden in den verschiedenen Aktionsbereichen des Gesundheitswesens professionell versorgt. Dennoch mangelt es beruflich Mitarbeitende häufig an spezifischem Fachwissen im Umgang mit hörgeschädigten Menschen im Allgemeinen und in der Handhabung von Hörsystemen im Besonderen. Dieses Buch will durch die Vermittlung eines spezifischen, praxiserprobten Wissens, professionell Mitarbeitende befähigen, auf die besonderen alltäglichen Herausforderungen im Umgang mit hörgeschädigten Menschen kompetent zu reagieren.
Die erweiterte Handlungskompetenz trägt auch dazu bei, dass Hörgeräte oder Cochlea Implantate nicht länger ungenutzt in Schubladen landen und die häufigste Lösungsstrategie bei Verständigungsproblemen - lautes Sprechen oder gar Schreien - zukünftig der Vergangenheit angehört, und somit einer vertrauensvollen Beziehung und verbesserten Alltagsqualität nichts mehr im Wege steht.
Voraussetzung hierfür ist jedoch das spezielle Wissen zu folgenden Themen:
- Wie „Hören“ funktioniert
- Arten und Auswirkungen von Hörschädigungen
- Kommunikation mit schwerhörigen, ertaubten und gehörlosen Patienten
- Kommunikationsbarriere Hörschädigung – ein pflegerelevantes Problem
- Umgang mit Hörgeräten und Cochlea Implantat
Dieses übersichtlich gestaltete Buch wurde von einer, auf die Pflege hörgeschädigter Menschen spezialisierten, Pflegende geschrieben. Es richtet sich vorrangig am beruflich Pflegende, aber auch andere Berufsgruppen des Gesundheitswesens sowie Angehörige finden darin viel Wissenswertes.




