26
Sept.
 

Tag der Rehabilitation

Rehabilitation unterstützt. Rehabilitation bewirkt Veränderung. Rehabilitation lohnt sich. 

Eine unverzichtbare Säule unseres Gesundheitssystems. 

Der vierte Samstag im September ist der Tag der Rehabilitation. Dieser Tag soll an die Bedeutung von medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitationsmaßnahmen erinnern. Denn Rehabilitation ist kein Luxus, sondern das Fundament für gesellschaftliche Teilhabe, Lebensqualität und die Entlastung unserer Sozialkassen. Trotz der Emesen Bedeutung von Rehabilitation, fehlt es häufig an öffentlichem Bewusstsein und mangelnder Sichtbarkeit. Viel zu schnell werden Betroffene kompensatorisch versorgt und ihn ihren Kompetenzen nicht mehr gefördert. Betrachtet man die Gesellschaft, wird schnell deutlich: Niemand möchte im Alltag auf fremde Hilfe angewiesen sein. Jeder Mensch möchte sein Leben selbstbestimmt planen und nach seinen/ihren Möglichkeiten gestalten. Daher gewinnt in den aktuellen Zeiten die Rehabilitation weiterhin an Bedeutung. Aufgrund des demografischen Wandels und in einer alternden Gesellschaft von Multimorbidität, chronische Erkrankungen und post-akute Zustände (bspw. Schlaganfällen/ Herzinfarkten etc.). 

Rehabilitation vor und bei Pflegebedürftigkeit

Hier ist Rehabilitation gefragt. Diese Wichtigkeit ist auch dem Bundesministerium für Gesundheit bewusst, welches den Satz „Rehabilitation vor und bei Pflegebedürftigkeit“ propagiert (https://www.bundesgesundheitsministerium.de). Unter Rehabilitation versteht FARA, dass der Mensch ganzheitlich zu betrachten und im interdisziplinären bzw. multiprofessionellen Team zu unterstützen ist. Mit dem Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe – für ein selbstbestimmtes Leben im Alter oder nach schwerer Krankheit. Dies soll durch die Wiederherstellung oder der Erhalt von Kompetenzen und die Vermeidung bzw. Reduzierung von Pflegebedürftigkeit und weiteren Erkrankungen gelingen.

Rehabilitation lohnt sich 

Rehabilitation ist eine Investition mit nachweisbar hoher Rendite („Return on Investment“). Aus Sicht der Renten- und Krankenversicherungen, sowie der Pflegeversicherung ist der Erhalt und die Förderung von Fähigkeiten der Betroffenen eine Entlastung der Solidargemeinschaft.

Reha bringt entscheidende Vorteile für alle Beteiligten:

Für Betroffene: Sie gewinnen ihre Selbstständigkeit und Teilhabe am Leben zurück, ihre Autonomie wird gestärkt, sie können bspw. länger im eigenen Zuhause leben.

Für Angehörige: Die Familie wird körperlich und seelisch entlastet. 

Für die Gesellschaft: Erfolgreiche Rehabilitation senkt die Kosten für die Pflegekassen und mindert den Bedarf an Pflegefachkräften.

Es ist eine Entscheidung- wie wir Menschen begegnen/ versorgen

Der Deutsche Reha-Tag ist weit mehr als ein bloßes Datum im Kalender. Er ist ein jährlicher Appell an Entscheidungsträger, das System der Rehabilitation strukturell und finanziell zu stärken. Aber auch an jeden Einzelnen der mit Menschen (zusammen-) arbeitet, die Unterstützung in ihren (Alltags-) Kompetenzen bedürfen. Es ist eine Entscheidung, ob ich diesen Menschen mit rehabilitativen Impulsen begegne oder sie kompensatorisch und passiv versorge, ohne ihnen die Chance auf Entwicklung zu ermöglichen.

12. Mai

Tag der Pflege 
und Florence Nightingale 

Der 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege. Dieses Datum ist kein Zufall, denn dies ist der Geburtstag von Florence Nightingale (*12.05.1820/ † 13.08.1910). 
Viele Grundideen der heutigen Pflege – auch der, der Aktivierend-rehabilitativen Altenhilfe – gehen indirekt auf ihre Prinzipien zurück.

Florence Nightingale war eine britische Krankenschwester und gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege. Doch der Anfang war schwer: Erst nach langem elterlichem Widerstand erhielt sie die Erlaubnis für ihre Ausbildung. 
Ihr Weg führte sie über Umwege nach Kaiserswerth, wo sie schließlich ihren Abschluss machte.

Ein befreundeter Staatssekretär im britischen Kriegsministerium bat Florence, 
die Leitung einer Gruppe von Krankenschwestern zu übernehmen, die auf der Krim die britischen Soldaten pflegen sollten. 
Vor Ort bot sich ihr ein Bild des Grauens: Die Zustände waren verheerend, allem voran die hygienischen Umstände.
Nightingale gelang es jedoch, die Versorgung massiv zu verbessern. Die Berichte über ihre Taten erreichten bald ganz Europa.
Da sie nachts auf ihren Kontrollgängen die Patienten mit einer Lampe in der Hand besuchte, ging Nightingale als Lady with the Lamp („Dame mit der Lampe“) in die Geschichte ein. 

Ihre Leistung im Krimkrieg und auch später bestand vor allem im Management von Krankenhäusern und Organisationen. Florence Nightingale erlitt während des Krimkriegs eine lebensbedrohliche Infektion, sie kämpfte wochenlang um ihr Leben und blieb danach dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt. Nach ihrer Rückkehr nach England, führte sie als Invalide ein zurückgezogenes Leben. Doch durch ihre zahlreichen Veröffentlichungen und Korrespondenzen nahm sie dennoch Einfluss auf mehrere Gesundheitsreformen. 

Florence Nightingale war ihrer Zeit weit voraus. 
Sie erkannte, dass Menschen nicht passiv gepflegt, sondern aktiv unterstützt werden sollten, um gesund zu bleiben oder zu werden. Die Aktivierend-rehabilitative Altenhilfe knüpft an die Grundgedanken von Florence Nightingale an, insbesondere an ihr Umweltmodell und ihren ganzheitlichen Pflegeansatz. Florence Nightingale verstand Pflege (damals gab es den Beruf der Therapien nicht) als Unterstützung zur Wiedererlangung von Selbstständigkeit.

 

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